29.05.2018

STILSICHER AUFTRETEN – 5 TIPPS

Gepflegt und sauber muss das Outfit sein, das einen Kunden überzeugt – das ist für die meisten selbstverständlich. Ich wende mich hier also eher an einige Wenige. Aber die gibt es ebenfalls in fast jeder Firma. Sie machen nicht nur selbst, sondern auch im Namen ihres Unternehmens einen schlechten Eindruck.

Um bei neuen Kontakten von Anfang an zu punkten, ist der erste Eindruck bekanntlich wichtig. Immer wieder bitten mich Auftraggeber darum, dieses Thema im Seminar anzusprechen und immer wieder trifft es auch auf Interesse. Da ich meistens Männer im Seminar habe, wende ich mich heute an diese.

Übrigens: Leider fällt es selten auf, wenn Sie sich sorgfältig kleiden. Nachlässigkeit sticht allerdings schnell ins Auge.

Hier fünf ausgewählte Tipps:

  1. Anzughosen – das beulende Elend: Wer beruflich oft Anzüge oder Anzughosen tragen muss, freut sich vielleicht, dass diese nicht in die Waschmaschine müssen, man sich also nicht so oft mit ihnen befassen muss. Leider beulen diese aber mit der Zeit aus. Bügelfalten verschwinden und Knie, Gesäss und Ellbogen schaffen sich Platz. Das sieht einfach nicht gepflegt aus. Das bedeutet: Geben Sie den Anzug bitte mal wieder in die Reinigung oder mindestens zum Aufbügeln. Mit ein bisschen Begabung können Sie Hosen auch selbst bügeln. Beim Sakko ist das allerdings eine echte Kunst.
  2. Zu gross ist genauso schlecht wie zu klein: Wenn Sie zu- oder abgenommen haben, rettet Sie nichts – Sie müssen investieren. Sowohl zu grosse als auch zu kleine Kleidungsstücke sehen immer etwas daneben aus. Erstaunlich viele Männer kennen ihre Grösse erst gar nicht und kaufen tendenziell zu gross. Ein paar Tipps: Ärmelnähte gehören auf die Aussenkante der Schultern, nicht fünf Zentimeter daneben. Wenn der Schultermuskel den Ärmel ausbeult, ist der Anzug dagegen zu klein. Der Hosenbund sollte genau passen, 1–2 Zentimeter zu viel können mit einem Gürtel gehalten werden. Das Sakko passt, wenn bei geschlossenem Mittelknopf noch locker drei Finger zwischen Bauch und Knopf passen. Wenn Sie keine „Stangenfigur“ haben, lassen Sie Ihre Kleidung ändern. Diese kleine Investition in Ihr Aussehen lohnt sich allemal. Wenn Sie unsicher sind, bitten Sie einen guten Herrenausstatter um Rat.
  3. Krawatten halten nicht ewig:
 Gerade der, der nicht gerne Krawatten trägt, vernachlässigt dieses Kleidungsstück manchmal. Wenn Sie beruflich Krawatten tragen müssen, leisten Sie sich ab und zu mal eine Neue. Sie kosten nicht die Welt, können aber ein neutrales Outfit in ein geschmackvolles verwandeln. Denn auch Krawatten sind gewissen Moden unterworfen. Dazu nutzen sie sich bei ständigem Gebrauch vor allem am Knoten ab. Noch schlimmer wird es, wenn Sie den Knoten immer nur auf- und wieder zuziehen. Binden Sie Krawatten bitte jeden Tag neu und geben Sie sie ab und zu in die Reinigung, nicht nur wenn sie einen Fleck haben.
  4. Schuhe putzen, pflegen und ersetzen: Schuhe machen viel mit. Und weil gerade Männer die Lieblingsschuhe fast jeden Tag tragen, nutzen sich diese ab. Gemeinerweise passiert das aber in kleinen Schritten. Die Beugefalte wird jeden Tag etwas tiefer und die Sohle dafür dünner. Wenn dazu noch mit der Schuhpflege gespart wird, sehen die – oft sogar teuren – Schuhe bald etwas jämmerlich aus. Werfen Sie öfter mal einen kritischen Blick auf Ihr Schuhwerk und gönnen Sie ihnen mal eine Reinigung, einen Schuhmacher oder kaufen Sie, wenn nötig, ein neues Paar.
  5. Originalität muss man aushalten können: Wenn Sie einen sehr eigenwilligen Stil haben, werden Sie anecken. Daran führt kein Weg vorbei. Das Misstrauen, das Sie dadurch bei manchen Kunden wecken, müssen Sie erst wieder abbauen. Es ist günstiger, wenn Sie Ihre Individualität in Ihrer Freizeit ausleben und diese bei Kundenbesuchen reduzieren. Sehr eigenwillige Persönlichkeiten sind manchmal allerdings gerade dadurch erfolgreich. Wenigstens kann kein Kunde Sie wieder vergessen. Um sich so zu positionieren, brauchen Sie allerdings ein sehr stabiles Selbstbewusstsein. 

 

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Franziska Brandt-Biesler

Franziska Brandt-Biesler hat einen Weg gefunden, Verkaufen zielsicher und leicht zu machen: Zwei Menschen prüfen, ob es sinnvoll ist Geschäfte miteinander zu machen. Punkt!

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