04.10.2018

Lass dich nicht stressen

Leichter gesagt als getan? Stimmt, manchmal ist es schwer. Doch gerade im grössten Stress ist es wichtig, gut für sich zu sorgen.

Ich verstehe gerade gut, was es bedeutet, viel um die Ohren zu haben. Ich ziehe in zwei Wochen um, muss mich parallel natürlich um meine Firma kümmern und gleichzeitig haben wir noch ein grösseres privates Projekt, dass auch grösstenteils ich am Laufen halte. Gerade wenn Anforderungen aus verschiedenen Richtungen kommen, steigt das Stresslevel an.

Ich bin aber auch sicher, dass Sie immer etwas tun können, damit der Stress Sie nicht überwältigt. Hier ein paar Dinge, die ich für mich tue, wenn’s mir zu viel wird:

Listen machen oder Erinnerungen setzen:
Ich finde es extrem nervend, wenn ich viel um die Ohren habe und mir dann zu den unmöglichsten Zeiten einfällt: „Oh, das muss ich ja auch noch machen.“ Deshalb habe ich mir angewöhnt alles, was mir einfällt, sofort aufzuschreiben bzw. eine Erinnerung in meinem Telefon anzulegen. Dann kann ich es vergessen und werde daran erinnert, wenn es fällig ist.

Kleinigkeiten gleich erledigen:
Was in einer bis fünf Minuten zu erledigen ist, erledige ich möglichst immer gleich. Dann fällt es mir kaum auf. Wenn es aber auf meine To-do-Liste wandert, wird es gleich zu einem „Posten“ und fühlt sich irgendwie schwerer an. Und viele kleine Aufgaben addieren sich zu etwas, was dann schon viel mehr Zeit braucht. Und wenn Sie mal ehrlich sind, ein paar Minuten haben Sie immer mal zwischendurch.

Sich selbst keinen Zeitdruck verursachen:
Früher habe ich dazu geneigt, mir selbst Stress zu machen, indem ich meine Verpflichtungen zu kurz getaktet habe. Angebot schreiben? Kein Problem, haben Sie übermorgen. E-Mails beantworten? Länger als eine Stunde müssen Sie nie auf eine Antwort warten. Naja, das ist etwas übertrieben, aber Sie bekommen eine Idee, was ich meine, nicht wahr? Viel Stress war selbst gemacht.

Inzwischen bin ich da egoistischer. Ich versuche die maximale Erledigungszeit auszuhandeln, um dann eventuell trotzdem schneller liefern zu können. Das erlaubt mir, meine Verpflichtungen besser zu koordinieren. Wenn ein Kunde dann wirklich mal etwas schnell braucht, bekommt er es natürlich. Aber das ist längst nicht so häufig der Fall, wie ich früher dachte.

Prioritäten setzen und grosszügig etwas weglassen:
Klar, manchmal ist irgendwie alles wichtig. Aber ist das wirklich so? Oder liegt es nur daran, dass Sie niemanden enttäuschen wollen? Um sich selbst zu schützen, können Sie es aber nicht allen recht machen. Und wenn Sie lernen „Nein“ zu sagen, werden Sie merken, dass das wesentlich öfter auf Verständnis stösst, als Sie vielleicht angenommen haben.

Gönnen Sie sich „me time“:
Diesen schönen amerikanischen Ausdruck, übersetzt „Ich-Zeit“, habe ich übernommen und nutze das Prinzip gerne für mich. Meine „me time“ habe ich morgens, wenn mein Mann schon aus dem Haus ist. Dann mache ich Yoga, trinke meinen Tee und trödle ein wenig rum. Wenn ich tatsächlich keine Zeit habe, klappt das manchmal nicht in dieser Ausführlichkeit. Aber ich habe meinem täglichen Yoga eine so hohe Priorität eingeräumt, dass es für 10 Minuten immer reicht. Und wenn ich genug Zeit habe, gönne ich mir auch mal eine halbe Stunde dafür. Ob Sie meditieren, joggen oder den Hund ausführen spielt keine Rolle. Füllen Sie Ihre „me time“ mit etwas, was Geist, Körper oder optimalerweise beidem guttut – und was Sie so selbstverständlich einplanen, wie das morgendliche Zähneputzen.

Sorgen Sie für ein Ende des Stresses:
Wenn Ihr Stress dauerhaft und kein Ende in Sicht ist, stimmt etwas nicht. Als ich noch in den Dreissigern war, dachte ich: „Ist halt so“ und habe einfach durchgehalten – mehr schlecht als recht. Heute, mit Anfang Fünfzig, bin ich egoistischer. Denn ich habe gelernt: Dauerhafter Stress funktioniert nicht. Wetten, Sie kennen auch jemanden mit Burn-out oder drastischen Gesundheitsproblemen? Das ist der Preis und ich persönlich bin nicht bereit diesen zu zahlen.

Im Dauerstress fehlt allerdings manchmal die Perspektive für Alternativen. Auch das kenne ich. Ich gehe in solchen Fällen zu meinem Coach. Manchmal zieht das krasse Entscheidungen nach sich, manchmal weniger krasse. Aber es verändert sich etwas und das ist genau, was Sie brauchen, wenn Sie keinen Ausweg sehen.

Ich hoffe, es ist der eine oder andere Tipp für Sie dabei. Und wenn Sie mal einen Perspektivenwechsel brauchen, rufen Sie mich an. www.franziskabrandtbiesler.ch

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Franziska Brandt-Biesler

Franziska Brandt-Biesler hat einen Weg gefunden, Verkaufen zielsicher und leicht zu machen: Zwei Menschen prüfen, ob es sinnvoll ist Geschäfte miteinander zu machen. Punkt!

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